Zutaten für 6 Personen:
- 1 kg Miesmuscheln oder Vongole „Teppichmuscheln“
- insgesamt 1 kg Fischfilet (ganz nach Angebot: Scholle, Seezunge, Rotbarsch, Kabeljau, Heilbutt)
- nach Gusto 4 Garnelen oder 100 g Nordseekrabben
- ca. ½ Liter Fischsud (von den Muscheln aufgefangener Sud, aufgefüllt mit Fischfond oder alternativ Gemüsebrühe)
- 2 Zwiebeln
- 1 Lauchstange
- 2 Selleriestangen
- 2 Möhren
- 80 g Butter
- 200 g Crème fraîche
- 2 Eigelbe
- etwas Zitronensaft
- etwas abgeriebene Zitronenschale (Bio-Zitrone)
- Petersilie oder Kerbel (und falls vorhanden das Grün der Selleriestangen)
- Salz
- Pfeffer
Für die Knoblauch-Croûtons:
- 2 Scheiben Weißbrot oder Graubrot
- 2 EL Butter
- 2 Knoblauchzehen
Zubereitung:
Für die Muscheln 1 Zwiebel fein würfeln
und in 2 EL Butter weich dünsten. Die gründlich gewaschenen Muscheln
zufügen. Deckel drauf, aufkochen, den Topf in beide Hände nehmen und ab und an kräftig schütteln. Nach 5 Minuten den Deckel lüften, die Muscheln herausheben und auf einem Teller parken. Leere
Schalen können dabei einfach herausgelesen werden.
Muschelsud durch ein mit Küchenrolle ausgelegtes Sieb zu dem vorbereiteten Fond (Fischfond oder alternativ geht auch ein Gemüsefond) gießen.
Falls etwas Sand in den Muscheln war, wird dieser so aufgefangen.
Die 2. Zwiebel, das Weiße vom Lauch und die Möhren in feine Streifen schneiden – am besten mit dem Gemüsehobel, der über einen Julienneeinsatz
verfügt. Selleriestangen fädeln und quer in feine Scheibchen schneiden.
In einem breiten Suppentopf (der die Fischstücke möglichst nebeneinander aufnehmen kann) die restliche Butter erhitzen. Alle Gemüse darin
andünsten, dabei salzen und pfeffern. Zugedeckt leise knapp 10 Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist.
Jetzt die Fischstücke auf das Gemüse betten, mit Salz und Pfeffer würzen und ganz kurz, höchstens 2 Minuten, zugedeckt dünsten, bis sie glasig sind. Sollten die Stücke unterschiedlich dick sein, sollte man sie möglichst nacheinander in den Topf legen, damit die dünneren nicht zu viel Hitze abkriegen. Nicht rühren, nur etwas rütteln. Sonst zerfallen die empfindlichen Fischstücke.
Garnelen in wenig Öl in einer blanken Pfanne (die man schadlos stark erhitzen kann) auf beiden Seiten
scharf anbraten. Dann die Schwänze schälen, aber mitsamt Kopf und Schwanzenden in den Suppentopf legen und zum Ende hin kurz mitziehen lassen. Den Bratensatz aus der Pfanne mit etwas Fond lösen
und ebenfalls zum Eintopf geben – das liefert nochmal zusätzlichen Geschmack.
Crème fraîche mit Eigelb glatt quirlen und den restlichen Fond damit binden. „Legieren“ sagt der Fachmann
dazu: Alles vorsichtig unter Rühren erhitzen, bis alles einmal aufwallt. Aber auf keinen Fall richtig kochen – sonst gerinnen die Eigelbe. Dabei auch mit etwas Zitronenschale und Zitronensaft
würzen.
Den jetzt cremigen Sud nochmals abschmecken (Salz und Säure) und über die Fischstücke gießen. Waterzooi
in vorgewärmte tiefe Teller verteilen und sofort servieren.
Beilage:
Geröstete Knoblauch-Croûtons, die man sich nach Gusto drüber streut – sozusagen als knuspernde Beilage: Dafür Weißbrot oder auch herzhafteres
Graubrot würfeln und in Butter golden rösten, mit durch die Presse gedrücktem oder fein gehacktem Knoblauch würzen.
Rezept: Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer
Quelle: Kochen mit Martina und Moritz vom 11.02.2017
Episode: Leckere Eintöpfe – wecken die Lebensgeister!
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